

DasG – mit bürgerlichem Namen Gordon – entdeckte schon in jungen Jahren seine Leidenschaft für Musik. Alles begann mit einem einfachen Keyboard, auf dem er erste Melodien ausprobierte. Was als neugieriges Herumprobieren startete, entwickelte sich über die Jahre zu einem kleinen, aber feinen Heimstudio – seinem kreativen Rückzugsort.
Mit etwa 14 Jahren bekam er seine erste E-Gitarre in die Hände: ein völlig abgeranztes, altes Teil aus den 1970er-Jahren. Objektiv betrachtet war sie alles andere als ein Schmuckstück – doch für ihn war sie pures Gold. Er liebte dieses Instrument. Heute hängt sie als Dekoration an seiner Wand – nicht als Relikt, sondern als Erinnerung an den Anfang.
Mit 18 oder 19 Jahren kaufte er sich dann seine erste „richtige“ Gitarre: einen Gibson Les Paul Nachbau von Hohner. Mit dieser Gitarre sammelte er auch seine ersten Bühnenerfahrungen – gemeinsam mit der Band Deep Down Under. Die Jungs trafen sich, spielten zusammen und merkten schnell: Das passt. Ein buntes Potpourri unterschiedlichster Charaktere und Einflüsse traf hier aufeinander. Von Grunge über Metal bis hin zu Pop und Hip-Hop – stilistisch war alles vertreten. Es war wild, roh und chaotisch – und genau deshalb einfach nur großartig.
Innerhalb von nur zwei Wochen stellten sie ein 30-minütiges Liveset auf die Beine und holten damit direkt den zweiten Platz bei einem Wettbewerb. Es folgten zahlreiche Auftritte und erste Produktionen. Doch wie so oft im kreativen Kosmos sorgten persönliche Differenzen schließlich für die Trennung.
Daraufhin wandte sich DasG verstärkt dem deutschen Sprechgesang zu. Gemeinsam mit einem talentierten Rapper und Produzenten entstanden neue musikalische Ideen. Damals passte es zwischen den beiden jedoch nicht dauerhaft – aber mit zunehmender Reife fanden sie später wieder zueinander und pflegen heute ein gutes Verhältnis.
Weitere Bandprojekte folgten, doch nichts fühlte sich wirklich rund an. Also entschied sich DasG, seinen eigenen Weg konsequent weiterzugehen. Stück für Stück baute er sein Studio aus und produzierte quer durch verschiedenste Genres – stets offen für neue Einflüsse, immer auf der Suche nach dem nächsten Sound.
2010 lernte er den Rapper und Sänger Shout One kennen – und diesmal stimmte die Chemie. DasG produzierte beinahe im Akkord Tracks für ihn, und schon bald war das gemeinsame Album „D.W.I.N.G – Die Welt ist nicht genug“ fertiggestellt. Viele weitere Songs folgten. Unter dem Namen „Plausibel“ eroberten die beiden diverse Bühnen, schafften es zweimal ins Radio und sogar einmal ins Fernsehen.
Doch schließlich konzentrierte sich Shout One stärker auf seine berufliche Laufbahn, sodass DasG wieder als Solokünstler weitermachte. Heute lässt er sich mehr Zeit für seine Projekte. Er kehrt bewusst zu seinen rockigen Wurzeln zurück, verbindet Gesang mit Rap und spielt die benötigten Instrumente selbst ein. Der Fokus liegt aktuell klar auf rockigen Produktionen mit eigener Handschrift.
Bei all dem gab es jedoch immer eine Konstante in seinem Leben: seine Frau. Seit 1999 sind die beiden verheiratet, und sie steht seitdem fest an seiner Seite. Sie unterstützt ihn nicht nur ideell, sondern steckt privat oft zurück, damit er seiner Leidenschaft nachgehen kann. Ein besonderer Moment bleibt unvergessen: Als sie ihm damals eine große Marshall-Box schenkte, wusste er endgültig – sie ist die Richtige. Wer einem Musiker so ein Geschenk macht, versteht nicht nur den Traum, sondern trägt ihn mit.
Gemeinsam haben sie zwei Kinder: einen heute 23-jährigen Sohn und eine 13-jährige Tochter. Familie und Musik – beides gehört für DasG untrennbar zusammen. Und vielleicht ist genau dieses Gleichgewicht der Grund, warum seine Reise noch lange nicht zu Ende ist.